scheißharmonieNachdem Puh mit meiner Hilfe bei seiner geliebten Lehrerin punkten konnte, hab ich bei ihm den beru?hmten Stein im Brett. Ich kann machen, was ich will, ich bin – und bleibe die Beste. Sehr unheimlich, aber nicht nur fu?r mich! Ma und Pa schu?tteln immer wieder ungläubig mit den Köpfen. Selbst der Kater erträgt die Harmonie nicht mehr, und zerfetzt fauchend ein Geschenk von Tante Ev, das Aquarell mit roten, im tu?rkisfarbenen Meer badenden Kängurus. Alle gucken betont traurig zu Boden. „Ach schade“, seufzt Pa. „Wie traurig“, schluchzt Ma. Puh und ich können uns nicht mehr halten, das Lachen platzt gewaltig aus uns heraus. Ma und Pa werden augenblicklich angesteckt. Nur Piepsi verschwindet leicht irritiert mit einem halben Kängurukopf im Maul unter dem Sofa. „Endlich sind wir den Schinken los“, fasst Pa die allgemeine Familienmeinung zusammen. Jetzt können wir uns den wichtigen Dingen zuwenden. In der nun beginnenden Schachschlacht mit Puh, widme ich mich mit all meiner Energie der Aufgabe, der beunruhigenden Harmonie ein paar klitzekleine Federn auszurupfen. Puh greift meine Dame an und sieht mich traurig an, als wollte er sich fu?r seinen vermeintlich sicheren Sieg entschuldigen!

Aber jetzt spiele ich meinen letzten Trumpf aus. Ich verku?nde ihm hämisch, dass die Partie noch genau drei Zu?ge dauern wird und er danach seinen König umlegen darf. An seinem giftigen Blick sehe ich, dass die Scheißharmonie endlich vorbei ist und alles wieder normal wird! Aber warum ist er so wu?tend?

Liebe Gru?ße, Clarissa