Das schönste Geschenk erhalten die Berliner im Südosten der Stadt auch in diesem Jahr von ihrem regierenden Aufsichtsratsvorsitzenden – ein weiteres Jahr der Stille am modernsten Großflughafen der Welt. Den Preis dafür zahlen freilich unsere Mitbürger am anderen Ende der Stadt, die den Fluglärm in Tegel bis auf Weiteres bis weit nach Mitternacht ertragen müssen. Der Wunderheiler Amman konnte bis heute keine genaue Diagnose stellen, wie stark die inneren Verletzungen des Willy-Brandt-Flughafens tatsächlich sind. Klar scheint nur Eines, der Patient im Wachkoma soll am Leben erhalten werden, koste es den Steuerzahler, was es wolle.
Und als wäre das nicht genug, versprechen aktuelle Planungen der Bahn, dass es künftig auch auf der Fernbahnstrecke entlang der S 3 deutlich ruhiger werden könnte. Nein, die Bahn hat nicht die Absicht ihren Betrieb einzustellen. Im Gegenteil, nach dem Ausbau der Strecke sollen die Züge mit Tempo 160 Richtung Osten rollen. Doch umfangreiche Schallschutzmaßnahmen könnten den Anwohnern eine tatsächlich wirksame Lärmminderung bringen. Bleibt zu hoffen, dass die Bahn ihre selbstgesteckten Schallschutzziele ernster nimmt, als die Flughafengesellschaft und deren politische Hintermänner. Und weil dies noch immer ein Thema ist, das niemand mehr hören kann und das dennoch die Menschen umtreibt, sind auch in diesem Jahr alle eingeladen zum großen Weihnachtssingen am Montag, den 17. Dezember um 19 Uhr auf dem Marktplatz in Friedrichshagen. Wir wünschen eine friedliche Vorweihnachtszeit und besinnliche Festtage.
Mit der Februar-Ausgabe 2013 melden wir uns im neuen Jahr zurück...
Ihre Maulbeerblatt-Redaktion
Stille Nacht?
Editorial
Maulbeerblatt, Ausgabe 10
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