Auf Kriegsfuß

Nützlich sind sie ja, diese Dinger, allerdings lässt sich mit ihnen innerhalb weniger Stunden auch allerlei Unsinn anrichten. Millionen Euro verzocken zum Beispiel, arwöhnisch Google anstarren, in Klamotten-Kaufrausch verfallen. Schachspieler stehen mit Smartphones ohnehin auf Kriegsfuss. Obwohl sich mit den Teilen Möglichkeiten eröffnen, von denen vor ein paar Jahren niemand zu träumen wagte. In Datenbanken stehen ungezählt viele Partien zum Nachspielen zur Verfügung und Online-Schachprogramme werfen die besten Züge aus, die das menschliche Auge nicht sieht. Während eines Bundesligakampfes verschwand ein ehemaliger Schach-Nationalspieler verdächtig häufig auf der Toilette, was Gegner und Schiedsrichter auf den Plan rief. Die klopften und rüttelten an der Klo-Tür, bis der Skandal perfekt war. Der vermutliche Betrüger weigerte sich sein Smartphone, das während der Partie stets ausgeschaltet sein musste, zur Überpruefung rauszugeben und verlor deshalb die Partie am grünen Tisch. Auch beim juristischen Nachspiel wegen Rufschädigung blieb er erfolglos. Regeln, wie Schachspieler mit ihren Handys im Turniersaal umzugehen haben, gab es schon viele. Ausschalten, auf lautlos stellen, Leibesvistationen über sich ergehen lassen, am Eingang abgeben. Inzwischen dürfen Smartphones wieder mitgebracht werden. Ausgeschaltet, verpackt in einer Tasche. Mal ehrlich, wer kommt heute noch über Stunden ohne sein Samsung, iPhone oder Blackberry aus? Dieser Text jedenfalls wurde auf einem Smartphone geschrieben. 10000 Kilometer von Friedrichshagen entfernt und via Wifi in Sekunden in die Scharnweberstrasse übermittelt. Ist schon Wahnsinn, diese Technik! MBB80_schach

Tiviakov-Senders, Groningen 2014. Weiss am Zug gewinnt.

Lösung der Aufgabe aus Maulbeerblatt Nr. 79: 1. ...Se5, 2. Tg8 Sc4, 3. Kd3 Sb2 und Schwarz gewinnt.    

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