carsten schatz

Hurra, Berlin ist gar nicht unregierbar! Dies behaupten jedenfalls die Direktkandidaten des Bezirkes, die sich unseren Fragen gestellt haben. Lesen Sie hier in den folgenden Tagen bis zur Wahl exklusiv die ungestanzten Antworten der Bewerber um Ihre Stimme!

Heute: Carsten Schatz, Die Linke, Wahlkreis 6

Was tun Sie für den Weltfrieden?
Ich bemühe mich, es jeden Tag mit Immanuel Kant zu halten: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“

Von Berlin wird gesagt, die Stadt sei unregierbar. Sehen Sie das auch so?
Berlin ist nicht unregierbar, es wird zur Zeit nur schlecht regiert. Koalitionspartner müssen sich nicht in allem einig sein, aber sie sollten auf Augenhöhe miteinander und nicht gegeneinander handeln. Wenn sie dann noch über konkrete Vorschläge mit den Berlinerinnen und Berlinern diskutieren, wie die Stadt wieder funktionieren kann, wie mehr bezahlbarer Wohnraum geschaffen wird, wie mehr Menschen gute bezahlte Jobs bekommen und wie mehr in Schulen, Brücken, den ÖPNV und Straßen investiert wird, finde ich das knorke.

Wenn Sie sich auf ein einziges Thema beschränken müssten: Welches wäre das?
Es klingt abstrakt, ist es für mich aber nicht: den sozialen Zusammenhalt. In Treptow-Köpenick geht es den Menschen vielleicht besser als in anderen Stadtteilen, aber auch hier gibt es Armut, niemand darf darauf angewiesen sein, Flaschen zu sammeln.  4. Mein Wahlplakat trägt den Slogan: „Ich will, dass Berlin wieder funktioniert – natürlich sozial.“

Zur Arbeit fahre ich mit…
…leider viel zu selten mit dem Fahrrad.

Hertha oder Union?
Ich bin kein fanatischer Fußballfan, aber Mitglied bei Union.

Mit den 34 Millionen Euro, die der Nichtbetrieb des BER jeden Monat kostet, würde ich für Treptow-Köpenick lieber …
Die Bibliotheken – so auch die Johannes-Bobrowski-Bibliothek – wieder auskömmlich finanzieren, die Personalabbau-Vorgaben des Senats an den Bezirk kassieren, Brückensanierungen, wie bei der Allendebrücke, endlich starten, Kita- und Schulplätze schaffen und bezahlbare Wohnungen bauen. 408 Millionen € im Jahr sind ja nicht wenig.

Außerhalb meines Büros und auch nach der Wahl bin ich für Bürgerinnen und Bürger hier ansprechbar:
buergerbuero@carsten-schatz.de oder schatz@linksfraktion.berlin, twitter.com/schatzbln, facebook: Carsten Schatz, privates Profil


Matthias Vorbau

Ein Beitrag von Matthias Vorbau

Matthias Vorbau nennt sich Chefredakteur des Maulbeerblattes. Eigentlich ist er Kommunikationsdesigner mit Diplom. Zitat: "Das Leben zwingt einen zu zahlreichen freiwilligen Entscheidungen."