Petr, sowohl an deinem Namen als auch an deinem Akzent ist zu hören, dass du kein gebürtiger Deutscher bist, wo kommst du her?
Ich wurde in Tschechien/ Karlsbad geboren. Seit 2006 wohne ich in Berlin und pendele regelmäßig zwischen Tschechien und Berlin hin und her.
Wie war deine Kindheit in Tschechien?
Ich bin im Mai 1979 geboren. Mein Vater war Architekt und Grafiker. Er hatte drei Pressen für grafische Drucke zu Hause, woher auch mein Interesse und Gefühl für alte klassische Methoden kommt. Meine Mutter hat in einem Porzellanladen gearbeitet. Mit 6 Jahren habe ich angefangen, regelmäßig nach der Schule einen Zeichenkurs zu besuchen. Nach der Regelschule habe ich meinen Abschluss an einer Kunstschule mit der Fachrichtung Handmalerei und Porzellan gemacht. Nach 8 Jahren Praxis in verschiedenen Porzellan- und Glasfabriken habe ich nach neuen Herausforderungen gesucht und bin so nach Berlin gekommen.
Ich sehe viele verschiedene Techniken, wie Radierungen, abstrakte Malereien und Porzellanarbeiten, wie kommt diese Vielfalt zustande?
Für mich ist Kunst eine Sprache, ich benutze viele Techniken, um eine Idee zu verwirklichen. Während der Arbeit in der Porzellanfabrik musste ich immer konzentriert sein und genau abzeichnen. Diese feine Arbeit macht zwar Spaß, aber es langweilt mich nach einer Weile. Auch bei den Radierungen braucht es eine Menge Geduld und Ruhe. Da ist die abstrakte Malerei eine willkommene Abwechslung. Der Wechsel zwischen den Techniken ist mir auch wichtig, um nach einer Zeit der abstrakten Malerei zu testen, ob ich auch noch die klassische Malerei beherrsche. Es gibt viele abstrakte Künstler, die den Eimer auf die Leinwand kippen, dafür aber keinen Apfel zeichnen können.
Benutzt du je nach gemütszustand die verschiedenen Techniken?
Nein, eher nach Material. Wenn ich beispielsweise keine Leinwände habe, widme ich mich dem Porzellan, wenn ich kein Porzellan habe, mache ich Radierungen und wenn ich eine Technik nach einer Weile satt habe, bemale ich wieder Leinwände. Manchmal ist die Technik auch wichtig, um etwas auszudrücken, je nachdem, womit ich beispielsweise einen einfachen Strich zeichne. Mit Bleistift, Pinsel oder gekratzt, kann es eine unterschiedliche Wirkungen haben. Momentan arbeite ich an verschiedenen abstrakten Malereien.
Woher nimmst du deine Inspirationen?
Ich glaube nicht an die küssende Muse, ich habe immer irgendeine Idee, es fehlt manchmal nur die Lust. Wenn es in einem steckt, findet man überall Inspiration, manchmal sogar auf den verzierten Wänden eines Kneipenklos. Manchmal ist es egal, was man malt, man muss einfach anfangen. Dann fließt es durch den Pinsel. Auch ist es nicht wichtig, jeden Tag etwas zu malen, Hauptsache ist, dass man die Kunst immer im Kopf hat.Zu Gast bei Petr Prichystal
Petr, sowohl an deinem Namen als auch an deinem Akzent ist zu hören, dass du kein gebürtiger Deutscher bist, wo kommst du her?
Ich wurde in Tschechien/ Karlsbad geboren. Seit 2006 wohne ich in Berlin und pendele regelmäßig zwischen Tschechien und Berlin hin und her.
Wie war deine Kindheit in Tschechien?
Ich bin im Mai 1979 geboren. Mein Vater war Architekt und Grafiker. Er hatte drei Pressen für grafische Drucke zu Hause, woher auch mein Interesse und Gefühl für alte klassische Methoden kommt. Meine Mutter hat in einem Porzellanladen gearbeitet. Mit 6 Jahren habe ich angefangen, regelmäßig nach der Schule einen Zeichenkurs zu besuchen. Nach der Regelschule habe ich meinen Abschluss an einer Kunstschule mit der Fachrichtung Handmalerei und Porzellan gemacht. Nach 8 Jahren Praxis in verschiedenen Porzellan- und Glasfabriken habe ich nach neuen Herausforderungen gesucht und bin so nach Berlin gekommen.
Ich sehe viele verschiedene Techniken, wie Radierungen, abstrakte Malereien und Porzellanarbeiten, wie kommt diese Vielfalt zustande?
Für mich ist Kunst eine Sprache, ich benutze viele Techniken, um eine Idee zu verwirklichen. Während der Arbeit in der Porzellanfabrik musste ich immer konzentriert sein und genau abzeichnen. Diese feine Arbeit macht zwar Spaß, aber es langweilt mich nach einer Weile. Auch bei den Radierungen braucht es eine Menge Geduld und Ruhe. Da ist die abstrakte Malerei eine willkommene Abwechslung. Der Wechsel zwischen den Techniken ist mir auch wichtig, um nach einer Zeit der abstrakten Malerei zu testen, ob ich auch noch die klassische Malerei beherrsche. Es gibt viele abstrakte Künstler, die den Eimer auf die Leinwand kippen, dafür aber keinen Apfel zeichnen können.
Benutzt du je nach gemütszustand die verschiedenen Techniken?
Nein, eher nach Material. Wenn ich beispielsweise keine Leinwände habe, widme ich mich dem Porzellan, wenn ich kein Porzellan habe, mache ich Radierungen und wenn ich eine Technik nach einer Weile satt habe, bemale ich wieder Leinwände. Manchmal ist die Technik auch wichtig, um etwas auszudrücken, je nachdem, womit ich beispielsweise einen einfachen Strich zeichne. Mit Bleistift, Pinsel oder gekratzt, kann es eine unterschiedliche Wirkungen haben. Momentan arbeite ich an verschiedenen abstrakten Malereien.
Woher nimmst du deine Inspirationen?
Ich glaube nicht an die küssende Muse, ich habe immer irgendeine Idee, es fehlt manchmal nur die Lust. Wenn es in einem steckt, findet man überall Inspiration, manchmal sogar auf den verzierten Wänden eines Kneipenklos. Manchmal ist es egal, was man malt, man muss einfach anfangen. Dann fließt es durch den Pinsel. Auch ist es nicht wichtig, jeden Tag etwas zu malen, Hauptsache ist, dass man die Kunst immer im Kopf hat.
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