Kräutertee aus dem Bierglas

Benno & Toni Mahoni
Im 14. Türchen unseres musikalischen Adventskalenders sprechen Benno und Toni Mahoni über ihre persönlichen Wege zur Musik, frühe Einflüsse und prägende Erlebnisse auf und abseits der Bühne.

Toni beschreibt, wie Gesang, Pfiffe und Küchenklänge im Elternhaus unabsichtlich den Grundstein für seinen späteren musikalischen Ausdruck legten. Benno berichtet von seiner Zeit im Knabenchor in Köpenick, wo die Entscheidung für oder gegen Musik so eindeutig schien wie ein morgendlicher Automatismus.

Die beiden erzählen von frühen Auftritten in Berlin – mal vor Countrypublikum in einer Punkband, mal in Jugendclubs, mal im Rausch überfüllter Kneipen, in denen sich Fremde plötzlich auf Tischen wiederfanden. Ebenso schildern sie besondere Gänsehautsituationen, etwa spontanen Publikumsenthusiasmus in kleinen Kneipen oder außergewöhnliche Auftritte wie eine Lesung auf dem „Blauen Sofa“ der Frankfurter Buchmesse.

Im weiteren Gespräch reflektieren sie, wie Musik den Blick auf Gesellschaft verändert: als Raum, in dem sich Menschen begegnen, die sich außerhalb eines Konzerts möglicherweise aus Prinzip aus dem Weg gehen würden. Zwischen Empathie, Irritation und der Suche nach Gemeinsamkeit beschreiben sie Kunst als einen Ort, an dem verbindende Augenblicke entstehen können – selbst wenn diese nur kurz aufleuchten. Auch ihre Haltung zu politischen Positionierungen, zu neuen technologischen Entwicklungen und zu den Spannungen unserer Zeit findet Platz; unaufgeregt, aber mit einer gewissen Schärfe in der Betrachtung.

Am Rande geben die beiden Einblicke in aktuelle Projekte, darunter neue musikalische Arbeiten, Live-Auftritte sowie die Entstehung eines elektronischen Songs „Wir sammeln Pilze“, der unerwartet auf einem Sampler mit u. a. den Pet Shop Boys landete. Abschließend berichten sie über persönliche Highlights des Jahres, darunter Begegnungen, Reisen und familiäre Momente, sowie über ihre Beziehung zu Weihnachtsmusik und traditionellen Klängen.


Maulbärklipp

Nie wieder Krieg!

30.000 Arbeitsstunden für einen Kriegsschauplatz im Oderbruch. Er mahnt junge Menschen vor unvorstellbarem Leid. Der kleine Ort Klessin in Märkisch...

Angelo Loewenstein von Whats Left Behind Maulbärklipp

Crowdsurfen auf einer Luftmatratze

Im Interview spricht er über seinen Weg zur Musik – von ersten prägenden Einflüssen über die Anfänge in Schülerbands bis...

Hadass Gilboa bei ihrer Arbeit in der Lithowerkstatt Treptow-Köpenick Maulbärklipp

Druck machen

In diesem Porträt sprechen Pia Szur und Hadass Gilboa über ihre Arbeit, ihre Motivation und die Bedeutung der...