Maulbeerblatt

Das Köpenicker Magazin für Erlesenes

Berlin, Köpenick, Friedrichshagen, Erkner, Schöneweide, Adlershof, Schöneiche, Hirschgarten, Müggelsee

Spannende Lokalnachrichten bieten Information und Reibung, pointierte Kolumnen sorgen für kurzweilige Unterhaltung. Historische Themen stärken die Identität, Veranstaltungstipps und Erlesenes zum Hören, Sehen und Lesen vermitteln Orientierung. Interviews und Porträts geben interessante Einblicke. Entstanden ist das Magazin Maulbeerblatt in Berlin-Friedrichshagen, einem der glamourösen, liebenswerten Randbezirke der Hauptstadt, Teil Köpenicks, mit über 100 Jahren kreativer Vergangenheit von Wilhelm Bölsche über Johannes Bobrowski bis hin zu aktuellen Künstlern wie dem renommierten Regisseur Leander Haußmann. Das künstlerische Netzwerk um die elf62.net Grafik- und Textagentur strickt mit jeder Print- und Onlineausgabe neue Gewänder für das gar nicht graue Großstadtleben. Aus Berlin.

Kolumne

Es stinkt zum Himmel

Es kann einem schon manchmal kalt den Rücken hinunter laufen, oder auch die Hitze ins Gemüt treiben und das alles, ohne einen einzigen Saunabesuch. Allein schon beim Gedanken an die Menschheit im Allgemeinen und auch im Speziellen. Die nächste UN-Klimakonferenz in Marrakesch rückt näher und beim Blick aus dem Fenster ist nicht zu erkennen, ob Treffen dieser Art die Menschheit wirklich weiter bringen. Da werden im ...Gib mir den Rest!


Weltfrieden

„So sehr dabei“, diese Liedzeilen von Clueso pfiff ich auf dem Weg durch die Potsdamer Innenstadt, ohne recht zu begreifen, wo ich denn dabei war. Es war ein sonniger Donnerstag, der erste im September und es war wie jedes Jahr an diesem Tag Weltfriedenstag. Das vergesse ich nie, weil das seit der Geburt einer meiner Schulfreundinnen so ist. Sie lebt inzwischen in Southampton, aber das ...Gib mir den Rest!


Schuld haben immer die Anderen

Die diesjährige Wahl zum Abgeordnetenhaus gerät schon vor Beginn zur Posse. Technische Probleme lassen den Termin wackeln – und alle Beteiligten schlecht aussehen. Es ist ein Kreuz mit dem Fortschritt: Einerseits gibt es immer mehr Maschinen, Gerätschaften und Computer, die das Leben leichter machen sollen, andererseits kommt es nicht selten vor, dass erst dadurch alles nur noch schlimmer wird. Der Wissenschaftsautor Edward Tenner schrieb mit „Die ...Gib mir den Rest!


Expedition ins Tierreich

Folge 28: Der Strand Sobald das Thermometer wieder über einen längeren Zeitraum verlässlich Temperaturen zwischen mollig und zart schmelzend anzeigt, beginnt unter Berlinern und Speckgürtlern ein jährlich zu beobachtendes Schauspiel. Ähnlich den Lemmingen zieht es die aufgeheizten Leiber in Scharen vom Müggel- bis zum Wannsee (der gar kein richtiger See ist, wie man in Friedrichshagen weiß) an jedes greifbare Gewässer, das nicht bei drei auf den ...Gib mir den Rest!


Maulbeere Dietrich

Hurra, Mama ist weg!

Wie die Diebe haben sich die Jungs gefreut: Ihre Mutter, die Frau im Haus, will mit ein paar Freundinnen übers  Wochenende eine Sause machen. Da können die Pubertätsrotznasen  die Zeit von Freitagmittag bis Sonntagabend alleine verbringen, zumindest ohne Mama. Die beiden tippten aufgeregt auf ihren Handys herum, ohne dass die Melodie von irgendwelchen Spielen zu vernehmen war. Ein sicheres Zeichen, dass sie sich verabredeten und ...Gib mir den Rest!


Es geht nicht ohne

Zu meinen guten Freunden zähle ich einen studierten Informatiker, den ich schon seit der Schulzeit kenne. Mit seiner dicken Brille, seinem eher unsportlichen Äußeren, seiner zurückhaltenden Art und seinem Kleidungsstil fern jeglicher Modetrends, dafür gespickt mit Anspielungen auf diverse Science-Fiction- Werke wie Star Wars und Star Trek, erfüllt er eindrucksvoll die gängigsten Klischees seiner Berufsgruppe. Besonders auffällig ist seine scheinbar fehlende Sozialisation. Er selbst spricht ...Gib mir den Rest!


Der Vorsatz-Bundeskanzler

Irgendwann vielleicht ...

Es gibt Dinge, die kommen so sicher wie das Amen in der Kirche. Als Gesetzmäßigkeit einzustufende Ereignisse, mit denen man einfach rechnen muss. So wie beispielsweise Zugvögel, die es immer zur selben Zeit in ihre Ferienhäuser zieht, um dann nach einer Weile entspannt und ausgeruht wiederzukehren. Ein anderes Naturschauspiel, das sich in meinem Umfeld jedes Jahr aufs Neue beobachten lässt, ist

...Gib mir den Rest!


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