Up the Irons

steve2

Hätte, hätte Fahrradkette…Vielleicht wäre England ein 2. mal Weltmeister geworden, hätte man auf Talente wie  Stephen Percival Harris setzen können. Ist aber nicht! „Steve“ Harris, ein talentierter Knabe  im Jugendkader des englischen Erstligisten West-Ham United entschied sich, einen anderen Weg zu gehen. Als Teenager begeisterte er sich für Rockmusik, träumte von einer Musikerkarriere. Es zog ihn zum Schlagzeug, doch weil in der kleinen Wohnung seiner Eltern kein Platz für Drums war, entschied er sich  für den Bass. Sein erstes Instrument war eine billige Kopie von Fender´s Precision Bass, auf dem er sich das Spielen selbst beibrachte und schnell Erfolge verbuchen konnte. Er orientierte sich  an Bassgrößen wie Chris Squire von  Yes oder John Entwistle von The Who. Schon 10 Monate nach dem Instrumentenkauf spielte er in der Band Gipsy Kiss, die sich nach ein paar Gigs auflöste. Auch sein Intermezzo in einer weiteren Band namens Smiler war nur von kurzer Dauer. Harris fing zu der Zeit an Songs zu schreiben, doch die Jungens von Smiler waren nicht interessiert an einem Bassisten, der Songs schrieb und dessen Basslinien weit über das Übliche  hinausgingen. Seine berufliche Karriere stagnierte, er verlor seinen Job als Bauzeichner und verdingte sich zwischenzeitlich als Straßenfeger. Er verließ die Band Smiler und gründete  Weihnachten 75 seine eigene Band, die er Iron Maiden nannte. Die englische Musikszene wurde zu dieser Zeit vom Punk beherrscht, was sich deutlich in den frühen Maiden-Alben widerspiegelte, doch haben die Songs ausgefeiltere Arrangements, sind progressiver im Aufbau und bestimmt durch häufige Rhythmus- und Tempowechsel. Erste Veröffentlichungen ließen nicht lange auf sich warten. Maiden spielten sich  in den Musikclubs Englands die Finger wund und vermehrten so ihre Fangemeinde stets und ständig. Schnell  interessierte sich auch die Musikindustrie, EMI bot der  Band einen Plattenvertrag an. Es folgten weitere Umbesetzungen, doch als man zum Album Number of the Beast 1982 den Sänger Bruce Dickinson verpflichtete kam für Harris & friends der internationale Durchbruch.Maiden tourte nun mit den ganz Großen des Business,  oft nur als Vorband engagiert stahlen sie nicht selten den Topacts die Show. Bis heute ist die Geschichte von Iron Maiden eine  Erfolgsstory, deren roter Faden der Traum eines sich treu bleibenden Bassspielers ist. Harris ist ohne Zweifel der Kopf der Band. Er schreibt meistens die Texte und komponiert  Songs, ohne die Notenschrift zu beherrschen. Er spielt gelegentlich die Keyboards ein, mixt, macht Videos und promotet die Band mit.Sein galoppierendes Bassspiel bildet das Rückgrat der Songs, auf dem sich seine Band austoben kann. Er kreierte das Bandmaskottchen Eddie, das seit „Iron Maiden“ jedes Albumcover ziert und immer auch Bestandteil der aufwendigen Bühnenshows ist.

Das er seine Sportlerkarreiere an den Nagel gehangen hat, bereut wohl niemand, er selbst wahrscheinlich auch nicht.Harris spielt noch immer mit Leidenschaft Fußball in seinem eigenen Team the Maidonians, oft ist er bei Wohltätigkeitsturnieren dabei. Auch Turniere gegen Maidenfanclubs finden regelmäßig statt. Seine Lei-denschaft für Westham spiegelt sich als Tattoo auf seinem Arm wieder und auch seinen Fender- Bass schmückt das Clublogo.die, das seit „Iron Maiden“ jedes Albumcover ziert und immer auch Bestandteil der aufwendigen Bühnenshows ist.

Das er seine Sportlerkarreiere an den Nagel gehangen hat, bereut wohl niemand, er selbst wahrscheinlich auch nicht.Harris spielt noch immer mit Leidenschaft Fußball in seinem eigenen Team the Maidonians, oft ist er bei Wohltätigkeitsturnieren dabei. Auch Turniere gegen Maidenfanclubs finden regelmäßig statt. Seine Leidenschaft für West-Ham spiegelt sich als Tattoo auf seinem Arm wieder und auch seinen Fender- Bass schmückt das Clublogo.

Natürlich gab es auch  Zeiten in Maidens Karriere, in denen es nicht so gut lief für die Band.  Der starke, scheinbar sture Wille von Harris stand der Jungfrau oft im  Wege. Gitarrist Smith und Sänger Dickinson verließen die Band wegen Streitereien mit dem charismatischen Bandhitler. Häufig stand Harris` musikalische Experimentierfreudigkeit in der Kritik puristischer Fans. Doch gab es für ihn immer nur den einen Weg. Smith und  Dickinson kehrten zurück,  feierten mit der Band ein Comeback. Mit der Tour 2013 wurde die eiserne Jungfrau zu einem der prosperiendsten  Unternehmen  Englands. Viele Metallmusikerr nennen Maiden als ihren wichtigsten Einfluss. Auch Lady Gaga ist leidenschaftlicher Fan der Band, für die sie sogar als Roa-die arbeitete. Steve Harris wurde 2013 von Fans welt-weit zum Besten Metallbassisten gewählt.Auch meine Stimme hat er und ich werde nicht müde, seine Songs zu spielen.


Holger Claaßen
Ein Beitrag von

Berliner Schnauze. Professioneller Spaziergänger, der seine Streifzüge auch als Taxifahrer unternimmt. Ist mit sämtlichen Kiezgrößen bekannt und selbstverständlich EISERN. Motto: „Watt isn los Mausebeen?“ (Zum Chefredakteur)


Ähnliche Beiträge