yoga-pictogramm2… ungeachtet schiebe ich die guten Vorsätze fürs neue Jahr mit dem abgebrochenen Schneeschieber beiseite und spiele in Gedanken schon mit der ersten Aprilsonne. Eine zauberhafte Vision.

Doch das Jahr hat gerade erst begonnen, die guten Vorsätze sind noch nicht einmal ausgesprochen, geschweige denn, richtig im Alltag angekommen und schon schiebe ich sie beiseite. Gebe mich wieder geschlagen, genau wie in den Jahren zuvor.

Nein, denn …“jedem Anfang ruht ein Zauber inne!“ Bringt nicht jeder gute Vorsatz eine Farbe ins Alltagsgrau? Ist er nicht ein innerer Antrieb, der uns sichtlich erhebt, uns durch den Alltag trägt und leicht werden lässt, wenn die erhoffte Sonne nicht auftaucht?

Ich weiß nicht, wie Sie das Jahr begrüßen. Ob Sie in der Silvesternacht gute Vorsätze schmieden, Ihr Schicksal durch Bleigießen oder Tarot-Karten entschlüsseln oder aber diesen Tag gänzlich ignorieren? Ich jedenfalls gebe mir erst einmal einen kräftigen Vorschub und starte das Jahr mit großer Vorfreude und neuen Vorsätzen. „Think positiv!“

Die Welt verändert sich vom 31.12. zum 01.01 nicht sonderlich, aber ich, als Mensch, habe jeden Moment die Chance, mein Leben in eine neue Richtung zu bewegen, neue Entscheidungen zu treffen und dem Leben etwas Frohes abzuringen, auch wenn ich am Ende scheitere – heiter scheitere. Eine zauberhafte Vision.

Ja, der Weg nach vorn ist entscheidend. Nicht erst alle Unwägbarkeiten auskundschaften und zum Schluss zu Hause bleiben. Nein, das Leben liegt sowieso nicht in unseren Händen. Und bitte, argumentieren Sie mir nicht mit „rosarote Brille“ und Weltfremdheit. Wer auf dieser Erde kann schon mit Bestimmtheit sagen, was real oder irreal ist, was richtig oder falsch ist. Das Richtige für den einen, ist für den anderen meistens falsch. Es gibt so viele Wahrheiten, wie Menschen auf der Erde leben. Und das ist gut. Selbst die Banken, denen wir hohe Glaubwürdigkeit schenken, haben sich im letzten Jahr kräftig verkalkuliert.

Ja, ich denke positiv und schließe mich eher Frodo und seinen Gefährten, Mahatma Gandhi, und den vielen anderen großen und kleinen, bekannten und unbekannten Visionären an, die für das Gute im Menschen vorausgegangen sind. Und das braucht Mut, intensiven Enthusiasmus, Entschiedenheit, unerschütterlichen Glaube, Ausdauer, und die richtigen Gefährten, so, wie es in vielen Filmen, Märchen und Mythen beschrieben wird.

Eine Vision zu haben und dafür zu gehen, macht uns Menschen so lebendig, bringt Kraft und Erschöpfung, Freude und Trauer zugleich und lässt uns in den kurzen Momenten dazwischen spüren, wie wunderbar wir Menschen sind! Wie besonders diese Erdendasein ist, wenn wir uns erlauben, es zuzulassen.

Sampoorna Yoga Team