dancing in the kietz

Ruperts Kitchen Orchestra goes Köpenick

dancing in the kietzWenn man inmitten des turbulenten Großstadtverkehrs an einer vielbefahrenen Kreuzung auf eine ausgelassene Menschenmenge trifft, die in unkontrollierter Extase tanzt, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, Ruperts Kitchen Orchestra in ihrer Mitte zu finden. Diese muntere Truppe zieht für gewöhnlich das Fahrrad dem Tourbus vor. Wo immer es ihnen in den Sinn kommt, machen sie Station: vor einer Kreuzberger U-Bahn-Station, auf dem Potsdamer Platz, im Mauerpark. Nachdem Berlinale-Chef Dieter Kosslik einem dieser spontanen Straßenkonzerte beiwohnte, lud er die Musiker ebenso spontan dazu ein, sich auf dem roten Teppich vor seinem Berlinale-Palast ins Zeug zu legen. Das neue Jahr begrüßten sie mit einem furiosen Konzert auf der Insel im Plänterwald und beim Japan-Benefiz-Konzert im General Dealer (Oberschöneweide) zählten Ruperts Kitchen unlängst ebenfalls zu den musikalischen Highlights. Sänger und Saxophonist Chrispy Chris, Bassistin Conny Rösler, Gitarrist Guido Ott und Andreas Raab am Schlagzeug rocken eine derart heiße Mischung aus Funk, Soul und Hip Hop, dass es unmöglich ist dabei stillzustehen. Mit „Berlin Funk“ und „Wir woll’n keine Party!“ haben sie bereits zwei Alben mit Eigenkompositionen vollgepackt. Bekannt wie bunte Hunde, sind Ruperts Kitchen Orchester mittlerweile der offizielle Geheimtipp der Hauptstadt. Am 18. Juni werden sie ab 20 Uhr das Straßenfest im Köpenicker Kietz zum Kochen bringen.


Sebastian Köpcke

Ein Beitrag von Sebastian Köpcke

Grafiker, Illustrator, Kuriositätensammler und Ausstellungsmacher. Geistiger Vater von Müggula, dem Biest aus dem Müggelsee, und anderen schlimmen Abscheulichkeiten. Zitat: „Nicht über unseren Köpcke hinweg.“