Ohne Worte

Mattes Weißbach hat viel zu sagen – und sagt dabei nichts
„Ich muss einfach Theater machen!“ – mit dieser Einstellung ist Mattes Weißbach Pantomime geworden. Mit zehn Jahren haben ihn seine Eltern in die Pantomimen-Freizeit-AG gesteckt. Wer so viel Faxen macht, muss das wenigstens richtig machen.

Mattes Weißbach, Foto: Johannes Großer„Es hat nicht lange gedauert und ich wurde ein riesen Fan von Charlie Chaplin, Slapstick und Akrobatik.“ Doch bis das zur Profession wurde, wählte Mattes einen etwas längeren Weg.

Nach dem Gymnasium machte er eine Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print. „Das Journalistische lag in der Familie und das künstlerische war damit auch abgedeckt. Und damals war das noch auch ein Beruf mit Perspektive.“

Anschließend kam das Studium in Germanistik und Kunstgeschichte. „Ich hatte damals einfach noch nicht dem Mut zum Schauspiel“, beteuert er heute „doch dafür habe ich wenigstens auch genug ausprobiert um zu wissen, was ich kann und will.“

Nebenher machte er immer weiter Theater, vorrangig an der Jugendkunstschule und hat dort auch den Großteil seiner Zeit aufgewandt.

2010 fiel nach einem langen Weg durch die Berufswelt die Entscheidung: „Ich werde Pantomime!“ Zusammen mit Sebastian Werner erarbeitete er das Programm rund um den berühmten französischen Pantomimen „Wer war nochmal Marcel Marceau?

Heute ist er für das Stadttheater Köpenick und das Konzerthaus Berlin unterwegs. Zuletzt in einem Programm für behinderte Kinder. „Ich besuche die Schulen und erkläre den Kindern mit Pantomime was zum Beispiel alles auf einem Bauernhof passiert. Pantomime ist gerade bei Kindern ein großer Spaß – denen kann man nicht einfach was vormachen.“ Und so lernt man bei Mattes Weißbach wie man Kühe melkt, den Acker pflügt und das Schaaf schert – und alles ohne Worte.


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