Im vergangenen Jahr hatte Rugby in den deutschen Medien seinen Durchbruch. Als Randsportart bisher dem mächtigen Bruder Fußball hoffnungslos unterlegen, avancierte der harte und schnelle Sport bei den Übertragungen von Olympia zum absoluten Publikumsliebling. Die heimische Mannschaft „Coepenick Captains“, derzeit Tabellenführer der Mitteldeutschen Rugbyliga, hofft, als Gastgeber des Finalturniers auf heimischem Platz zum Liga-Primus gekrönt zu werden.

Die Coepenick Captains haben sich im Herbst 2015 vornehmlich aus ehemaligen Sportschülern der Flatow- Oberschule gegründet. Seit 2016, als Rugby nach 92-jähriger Verbannung aus dem Kanon der olympischen Sportarten, erstmalig wieder Teil des Programms war, nehmen auch die Captains regelmäßig an Wettkämpfen teil. Ihre Formkurve, auf sportlichem Talent basierend, aber durch unerbittlichen Trainingsfleiß geschürt, weist seither steil nach oben.

In den vergangenen Wettkämpfen hat man nur noch wenige Spiele verloren und konnte fünf der, in dieser Saison ausgetragenen, sieben Turniere gewinnen. Mittlerweile trainieren sieben Spieler aus Köpenick regelmäßig beim Landesstützpunkttraining in Hohenschönhausen und konnten mit der Landesauswahl schon Turniere gegen die Nationalmannschaften Israels und auch Dänemarks bestreiten. Vielleicht sehen wir 2020 schon den ersten Captain bei Olympia im deutschen Nationaltrikot.

Foto: Coepenick Captains

1. Juli 2017 – Finaltunier
von 11:00 bis 18:00 Uhr
Wilhelm-Fahle-Sportplatz
Saarower Weg 12a, 12589 Berlin-Rahnsdorf
Infos: www.coepenick-captains.de