Wo ist Vlotho?

Nach dem Frühstück räume ich den Tisch ab. Die Brotkrümel wische ich in den Balkonkasten. Für die Vögel. Den Teller stelle ich ordentlich zu den anderen, unter den Hocker neben der Spüle. Ich wasche nicht jeden einzeln ab. Das spart Wasser. Wegen der Umwelt. Die Butter kommt wieder in den Kühlschrank. Butter muss hart sein. […]

Weiterlesen… from Wo ist Vlotho?


Maulbeerblatt-Papers Nr. 1

„Jetzt mal im Ernst, Freunde, das ist doch alles kalter Kaffee! Ich reiße mir doch nicht das Futter aus der Jacke, um ein Magazin zu produzieren, das mit seiner biedermeierlichen Harmlosigkeit auch noch den letzten Leser ins Wachkoma versetzt, nur weil sich meine Redakteure nicht von der warmen Ofenbank bequemen, um wenigstens ein Minimum an investigativem […]

Weiterlesen… from Maulbeerblatt-Papers Nr. 1


Neptun in der DDR

Die Freizeitgestaltung in den Ferienlagern der Pioniere und FDJler war eher rustikaler Natur. Es gab ausgedehnte Ausflüge in den nahegelegenen Wald, Turniere in allen möglichen und unmöglichen Sportarten, Nachtwanderungen und nicht zu vergessen das legendäre Neptunfest. Der Höhepunkt eines jeden Ferienlagerbewohners. Neptun war einer der Betreuer, den man vollkommen grün anmalte, einen Dreizack in die […]

Weiterlesen… from Neptun in der DDR


Der Film ist aus

„Und? Wie hat dir der Film gefallen?“ „Was soll man sagen? Bond ist Bond. Bond ist kein Wissenschaftler. Bond war schon immer ein richtiger Mann.“ „Na das ist ja mal ein freundliches Kompliment.“ „Was fragst du mich denn? Der Herr ist ja heute wieder sehr empfindlich. Und selber? Was sagst du zu dem Streifen?“ „Also […]

Weiterlesen… from Der Film ist aus


Mein 11. September

Der alte Friedrichstadtpalast war ein düsterer Kasten, dessen Innenausstattung einer gewaltigen Tropfsteinhöle glich. Ich erinnere mich, dass ich einem großen Auftritt von Clown Ferdinand beiwohnte, den ich mit Sicherheit zum Brüllen komisch fand. Außerdem war ich dort mit Mutter und Bruder während der Weltfestspiele zum ersten Mal beim Festival des politischen Liedes und das war […]

Weiterlesen… from Mein 11. September


Zoomgeflüster aus dem Kanzleramt

„Ich schone meine Nerven. Ich reg mich nicht mehr auf. Ja, was soll ich mich noch aufregen? Hab ich das nötig? Nein, hab ich nicht nötig! Im Herbst sag ich ariwidertschi, und dann könnt ihr mich alle mal!“ „Nun fühl dich doch nicht gleich wieder persönlich angegriffen, Angela, das hat doch keiner gemacht, um dich […]

Weiterlesen… from Zoomgeflüster aus dem Kanzleramt


Blueprince vs. Fireflame

In Phoenix, Arizona, startet am 28. März die XXVI. Wrestlemania und wer kein Ticket mehr bekommen hat, kann gewiss auch hierzulande auf einem einschlägigen Sportkanal dabei sein, wenn die Gladiatoren der Neuzeit in den Ring steigen. Mit Feuerwerk und viel Tam-Tam erscheinen die Matadore auf der quadratischen Richtstatt inmitten von Bergen aus Popcorn und Silikon. […]

Weiterlesen… from Blueprince vs. Fireflame


Meen Fashionfeuer brennt

„Naja“, sagt Heiner, „es könnte ja schon sein, dass es einigen einfach egal ist. Dass die sich gar nix denken vor dem Kleiderschrank, außer, ich will raus. Ich hab’ was an. Läuft bei mir. So wie du, wenn du zu Penny gehst“. „Na aber hallo“, sage ich, „mein Penny-Outfit ist doch kein Zufall, das ist […]

Weiterlesen… from Meen Fashionfeuer brennt


Bond, James Bond

Mein Präzisions-Chronometer zeigt 13.51 (London 12.51, New York 7.51, Moskau 15.51, Singapur 19.51). Sollte ich jemals jemandem mein Vertrauen schenken, dann dieser Uhr. Sie passt gut zu mir. Wirkt männlich markant und lässt mein Handgelenk dennoch schmal, ja beinahe zierlich erscheinen. Mit lässigem Knopfdruck öffne ich eine Bedienkonsole in meinem Armaturenbrett. Wurzelholzfurnier verschwindet und gibt […]

Weiterlesen… from Bond, James Bond


Leistung ist mein Leben

Sie kennen mich nicht? Keine Sorge, sie werden mich kennen lernen. Ich sitze gemütlich in der Feinen Dahme, erwärme mich an Glühwein und schaue zum anderen Ufer hinüber. Diese Köpenicker Altstadt, die hat schon was. Selbst an kalten Dezembertagen. Mit meinem Telefon knipse ich ein paar Bilder, da sich bald niemand mehr erinnern wird, wie […]

Weiterlesen… from Leistung ist mein Leben


60 Tage (fast) ohne Internet

So war es von Tag 1 bis 25 … (schlimm!) Tag 26: Glauben ist alles Bei der Suche nach weiteren Quellen bin ich auf den „godspot – Das freie WLAN der Evangelischen Kirche“ gestoßen. Als Fan von Netzwerknamen wie „Martin Router King“, „In einem LAN vor unserer Zeit“ oder „Pretty Fly for a WiFi“ muss […]

Weiterlesen… from 60 Tage (fast) ohne Internet


60 Tage (fast) ohne Internet – Ein Survival-Bericht

Alle anderen lassen sich heutzutage gefühlt auf einen Nenner runterbrechen: Internet. Durch unglückliche Umstände blieb die Behausung des Verfassers ganze 60 Tage offline. Hier schildert er seine Erlebnisse. Ja, sie mögen uns unser Leben nehmen, aber niemals nehmen sie uns unsere Internet-Verbindung. William WLAN Wallace, schottischer Digital-Pionier   Tag 1: Wolken am Horizont Bin nach […]

Weiterlesen… from 60 Tage (fast) ohne Internet – Ein Survival-Bericht


Summer time – and the living ist fies

1. Kostenloses Sauna-Angebot Teuer Geld für ein Spa-Wochenende zahlen? Nicht, solange es die Berliner S-Bahn gibt. Hier bekommst du die volle Ausschwitzkur gratis. Da kann dein Körper einmal alles rauslassen. Von Dönerzwiebel bis Sommergrippeatem. Ohne Zeitlimit. Wegen technischer Störung. Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von giphy.com zu laden. Inhalt laden via […]

Weiterlesen… from Summer time – and the living ist fies


Caipirinha mit Hindernissen

Während meine Frau und ich uns im Ausland aber immer auf die dortigen Spezialitäten und Spirituosen stürzen, machte sich in diesem Jahr zunächst eine gewisse Leere breit. Man kennt hier alles schon. Aber die erlösende Antwort kam wie von allein. Was gibt es bei über 30 Grad für eine schönere Erfrischung als – richtig – […]

Weiterlesen… from Caipirinha mit Hindernissen


Leben ohne Maulbeerblatt

Die Redaktionstelefone (es sind insgesamt eines) klingeln heiß. Das Maulbeerteam steht zu seiner Verantwortung und hat keine Krankenkassenkosten gescheut und die Diplompsychologin Gesine Hörsturz* gebeten, den Lesern psychologische Hilfestellung für die kommende Zeit zu geben. Die extremen Reaktionen sind vollkommen natürlich, erklärt sie uns. Und weiter: Die Verarbeitung eines großen Verlustes läuft in mehreren Phasen […]

Weiterlesen… from Leben ohne Maulbeerblatt


Vom Nimmerwiedersehen

Das diesjährige Jugendwort des Jahres – ich weigere mich, es niederzuschreiben, eventuell endet es auf „bims“ – hat uns den Abschied vom letzten Stück Intellekt der „Jugend von heute“ nahegelegt. Doch fällt Abschied immer so schwer? Abschied ist die Hoffnung auf ein Wiedersehen. Oder die Hoffnung auf kein Wiedersehen. Gequältes Lächeln, verkrampftes Winken – reicht […]

Weiterlesen… from Vom Nimmerwiedersehen