Neues vom Dieter

(Fortsetzung Rahnsdorf Ripper, Ausgabe 73) Im Eigentlichen ist Dieter ein ordentlicher Mensch. Und daher mag er eindeutige Verhältnisse. Bunte Plastikanhänger an seinem Schlüsselbund, beispielsweise, verschaffen ihm Orientierung. Grüne, gelbe und blaue Schlüsselschildchen leiten ihn durch seinen Keller, weisen dem „Meister“ den Weg zum „Spezialbehandlungsraum für Sklavin“, wahlweise auch zum „Todestrakt“. Hier unter der Erde streckt […]

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Rahnsdorf Ripper

Der Mann ist klein. Die Kriminalisten sehen in ein früh alterndes Kindsgesicht. Nicht gerade helle blicken die jetzt verängstigten Augen daraus hervor. Was diese halbe Portion an Worten von sich gibt, ist eher sparsam an Umfang und Gehalt. Doch wie lange haben sie hier nach Dieter H. gesucht? Mehr als zwei Jahre hat dieses unscheinbare […]

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Gefangen im Schwanenhals

Ihre Gedichte waren politische Lyrik hier und dort poetische Naturbeschreibung. Die Texte ihrer Erzählungen sind so oft verstörende Zeugnisse einer biographischen Zerrissenheit, wie sie das vorige Jahrhundert in seinen Abgründen hortet; der Aufenthalt in einem irren Haus, nie wortgewaltig, doch immer kraftvoll und sinntragend. Wer kennt Helga M. Novak, die Dichterin? Auf der Suche nach […]

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Ein altes Lied

Von der unruhevollen Jugend Der Gral: Den einen ist er die heilige Coquille, die das Blut des gekreuzigten Christus an jenem verhängnisvollen Karfreitag aufgenommen hat; den anderen ist der Gral jener Kelch des letzten Abendmahls, den Jesus seinen Jüngern reichte – doch egal wie, gemeinsam ist ihnen der Gral zum Mittelpunkt der Sehnsucht geworden. Der […]

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Kinderglück Königsheide Teil 2

In der zweiten Oktoberwoche des Jahres 1953 zogen die ersten Kinder in das neu erbaute Kinderheim in der Berliner Königsheide ein. Und genau 60 Jahre später werden viele der ehemaligen Bewohner dieses Jubiläum bei einer großen Festveranstaltung gemeinsam feiern. Eingeladen hat der im Dezember 2008 gegründete Verein ehemaliger Königsheider Heimkinder, Erzieher und Lehrer: der Königsheider […]

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Vom Kinderglück in der Königsheide, Teil 1

„Zur Hinterlassenschaft des Hitlerkrieges gehörten auch 400 Kinder, deren Eltern umgekommen waren und die zwischen den Trümmern Berlins … hausten … Der Magistrat von Groß-Berlin entschloß sich zu einem Erziehungswerk, das die Kinder für den Aufbau unserer Republik begeistern und das als ein Beispiel dastehen sollte für das fürsorgliche Verhältnis unseres Staates zu seiner Jugend.“ […]

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Blutzoll für die Freiheit?

Eine regionale Kriminalgeschichte aus dem Kalten Krieg Bei Erkner wollte er zuschlagen. Das Ziel: die Bahnlinie Berlin-Warschau-Moskau, das Opfer: der „Blaue Express“, Personenschnellzug von Berlin in die polnische Hauptstadt, mit Weiterfahrt nach Moskau. Für den 21. Februar 1952 hatte er den Anschlag vorgesehen. Zu dieser Zeit war er, Johann Burianek, bereits mit vielen Wassern des […]

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Katastrophe mit Katze und Krone

Die Vorgeschichte Den einen, Friedrich Wilhelm I., nennen sie später den „Soldatenkönig“, den anderen, den Sohn, Friedrich II., „Philosoph von Sanssouci“. Wohl ist kein Verhältnis im Leben des späteren König Friedrich, den Zeitgenossen und Nachwelt häufig auch den Großen nannten, so anteilnehmend – und wirklichkeitsfern beschrieben worden wie der Konflikt zwischen dem preußischen Kronprinzen und […]

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Am Bellevue

Nahe der Stadt Rimini hat er es vollbracht, sein berühmtestes Wunder: der heilige Antonius, dem die gottvergessenen Stadtbewohner nicht zuhören wollten, kehrte ihnen den Rücken und sich dem Ufer des Meeres zu und predigte die seine Lehren nach Christi an die Fische. Die sollen ihm andächtig zugehört haben wie dem heiligen Franz von Assisi die […]

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Den Finger in die Wunde gelegt

Der Heimatverein Köpenick hat unlängst dem Köpenicker Stadtrat Hugo Schüßler (1847-1908) wieder das Wort für einen öffentlichen Auftritt vor seinen Mitbürgern erteilt, indem er einen Neudruck der Schüßler’schen Streitschrift „Die praktische Lösung der sozialen Frage“ veranlasste. Schüßlers Name ist mit bedeutenden Schritten verknüpft, die Köpenick in die technische Moderne tat: am Bau des städtischen Wasserwie […]

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Der Tod des Kurfürsten

Köpenicker Kriminalhistorie „Das ist gewisslich wahr. Die Moritat vom Kurfürsten Joachim II, der in Köpenick sein schrecklich Ende fand – und was hernach Fürchterliches noch geschah.“ Die Vorgeschichte Das Sagenbuch des Preußischen Staates gibt zu Protokoll: „Churfürst Joachim jagte einst in der Haide bei Köpenik, da kam ihm ein überaus großer wilder Keuler in den […]

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Hitler auf Wagner

Sequenzen des Missverstehens Es war der Abend des 30. Januar 1933. In Berlin war an diesem Tag Adolf Hitler zum Reichskanzler berufen worden und die SA marschierte, unheimlich mit tausenden Fackeln bewehrt, durch das Brandenburger Tor. Zur gleichen Zeit stand Robert von Scheidt auf der Bühne der Frankfurter Oper, „Die Meistersinger von Nürnberg“ auf dem […]

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Der Fall Wagner – Eine Weihnachtsgeschichte

Weihnachten 1871. In der Hauptsache philosophierte der Basler Professor Nietzsche seinerzeit über den spanischen Denker Gracian, dessen „Weisheit und Klugheit in der Lebenserfahrung… sich jetzt nichts vergleichen läßt“. Weisheiten suchte der gerade 27-Jährige. Lebenserfahrungen fand er. Bitterböse allzumal. Und er komponierte. Warum tat er das? Was wollte Nietzsche mit Musik? „Daß sie heiter und tief […]

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Zeichnungen von Martin Claus Teil 3

Die dritte Zeichnung des Künstlers Martin Claus aus Köpenick befasste sich mit dem Wunder “Fräulein von Flemming gründete den Jungmännerverein” Adelheid von Flemming, ein bereits betagtes Fräulein aus dem alten Adelsgeschlecht des Hauses Buckow, soll einen christlichen Jünglingsverein gegründet haben. Tatsache ist, dass Sie einen sehr guten Kontakt zu dem damaligen Pastor Wolff pflegte. Herr […]

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Aus dem Dunkel der Geschichte

Der durch einschlägige Publikationen bereits bekannt gewordene Mittelalterhistoriker Michael Lindner hatte im Herbst 2008 die lokalen Stadtväter in Aufregung versetzt, weil er in diesem Blatt nachwies, dass die Urkunde mit der Ersterwähnung von Köpenick tatsächlich in das Jahr 1210 n. Chr. gehöre. Mit Köpenicker Jubiläen dürfte es nach 2009 ohnehin gute Weile haben. Wer aber […]

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Sollte der greise Dichter hier wohnen?

1946: Station eines sonderbaren Zuges mit Gerhart Hauptmann in Müggelheim Wer den Müggelheimer Ludwigshöheweg hinauf geht bis zu dessen Mündung in den Wald, sieht rechts, den Grünstadter Weg kreuzend, ein freundliches, zweistöckiges, creme-farbenes Haus mit rotem Ziegeldach. Man findet keinen Hinweis,darauf, daß hier, vor sechsundsechzig Jahren, ein Hauch von Kultur-und Zeitgeschichte den sonst so beschaulichen […]

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