Wunder in Köpenick

Hier will er uns passend zum Wunder das Gruseln lehren. Er stellt in seiner Zeichnung einen Arzt dar, in einer klassischen Situation die wir alle kennen. Einer in Weiß, meist 2 Köpfe größer wirkend, presst dir einen Stab in den Mund, begleitet von Worten: „Sag mal AHHHH“. Eigentlich hat man darauf überhaupt keinen Book, muss […]

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Lachend muss ich dich lieben

Richard Wagner und die Frauen „Was du nicht weißt, weiß ich für dich; doch wissend bin ich nur – weil ich dich liebe! – O Siegfried!“, beeidet Brünnhilde, Tochter des Wotan und der Erda. Empfänger der Botschaft ist also Siegfried, der junge Held des Nordens. Dieser ist nicht allein auf der Jagd nach des Nibelungen […]

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Mit 110 zum Landarzt

Manfred Mosblech (Mitte) am Set von “Der Landarzt” Unweit von Friedrichshagen liegt die Gemeinde Neuenhagen. Als dort im März 1986 der damals 43-jährige R. festgenommen wird, geht eine der brutalsten Sexualstraftaten- Serien der DDR-Geschichte zu Ende. Ein Jahr lang hatte der Täter eine ganze Region zwischen Strausberg und Dahlwitz- Hoppegarten in Aufregung und Angst versetzt. […]

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Elvis was here…

„Was soll das heißen: ich weiß nich, wo er is!??! Darin besteht dein verdammter Job! Du solltest nur… ach, Scheisse!!!“ „Ich weiß doch auch nich”, wie das passieren konnte… er is gleich nach dem Konzert in die Limo – wie immer – und is abgerauscht. Im Hilton hab ich gewartet – aber da is er […]

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Von Friedrichshagen nach Walhalla

Seit Tagen waren Wehrmachtssoldaten durch den Ort geflutet. Zerrissen und verdreckt in einem Strom von Flüchtlingen. Am Müggelseedamm, Ecke Bruno-Wille-Straße, stand ein Panzer. Der hatte keinen Sprit mehr. Und am Fürstenwalder Damm, Höhe Wasserwerk, ruhte nun ein verwaistes Sturmgeschütz. Panzersperren starrten noch in den Einmündungen zur Bölschestraße. Tote lagen in den Straßengräben. Am Vortag ging […]

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Früher Fußball in Friedrichshagen

Leidenschaft vorm WeltstadttorAm 21. Juli 2010 treffen sich im „Borussia-Park“ zwei Mannschaften, deren Heimat satte 2500 km entfernt von diesem Rasen liegt. Fenerbahce versus Galatasaray ist angesagt. Zwei Clubs aus einer Stadt, die dennoch auf verschiedenen Kontinenten ihre Stadien haben – das gibt es nur in Istanbul, der Metropole am Bosporus. Doch auch das deutsche […]

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Das Skandalspiel – Buchverlosung

„Unser ‚tintenklecksendes Säkulum‘ hat auch auf dem Gebiet der Leibesübungen Dinge gezeitigt, die zum lächerlichsten und abgeschmacktesten gehören, was schreibselige Gedankenlosigkeit je hervorgebracht hat… Unsereins erlaubt sich nicht nur diese Errungenschaft englischen Aftersports, sondern auch das Fußballspiel selbst nicht nur gemein, sondern auch hässlich und widernatürlich zu finden.“ Dermaßen pestete im Jahr 1898 ein schwäbischer […]

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Prinz Heinrich, der ewige Zweite

Alle reden dieser Tage über Friedrich den Großen. Grund genug für uns, es nicht zu tun. Und wenn es sein muss, dann nur ganz am Rande bei der Erwähnung der für jeden von uns unvermeidlichen Verwandtschaftsverhältnisse. Wir sprechen über den Prinzen Heinrich, denn das tut sonst kaum einer. Selbst Fontane musste schon konstatieren: „Das harte […]

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Zu Helga Hahnemann im Schnelldurchlauf

Bauzäune säumen den Weg. Müll knöcheltief. Zwischen Bauruinen und Sanierungsobjekten lärmt es von der Friedrichstraße herüber. Über die Brache zieht ein kalter Novemberwind. Irgendwer verdient hier nebenan auch gutes Geld mit Parkgebühren. Auf dem Schild steht „Helga-Hahnemann-Straße“. Und zumindest daraus darf man die Sicherheit gewinnen, nicht zeitversetzt zu sein, nach Berlin, Hauptstadt der DDR, anno […]

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Erotik aus deutscher Küche

  Die Schauspielerin Annekathrin Bürger „Die ist zu klein und sächselt.“ Kann das erotisch sein? Zumindest funktioniert es erst einmal im alliiert-geteilten Berlin vor dem Mauerbau. HO-Warenhausverkäuferin Uschi liebt Hans, den Autoschlosser aus Westberlin. Mit dem Traum von der großen Welt im Gepäck landet Uschi dort auch, will Mannequin werden. Doch der eisige Wind des […]

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Schwul sein in der Kohlegrube

Der Schauspieler Jaecki Schwarz Wären Eigennamen lediglich diakritische Zeichen, Klanghüllen ohne Bedeutungszusammenhang mit ihrem Träger, dann wäre es völlig egal, wie Dichter ihre Helden oder den Dichtern in ihren Ambitionen nahestehende Eltern ihre Nachkommenschaft nennen. Und auch sonst weisen Lara und Jaqueline, Anna-Sophie, Kevin und Lukas, Imke oder Friedrich eine Menge aus über die sichtbaren […]

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Honnies Oberindianer

Da hatte der Udo definitiv was durcheinandergebracht, als er seinen Sonderzug nach Pankow rollen ließ: Oberindianer in Honnies Reservat war nur einer: Gojko. Daran gibt es keine Zweifel. Denn Land auf, Land ab ist dem Verständnis der Leute nach aber wirklich niemand anderes Indianer des wilden deutschen Ostens gewesen als Gojko Mitic. Muskelbepackt unter braunroter […]

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Die Schauspielerin Steffi Spira

Gedenktafel für eine kommunistische Mimin? Nein! – sagten im vergangenen Dezember die verwaltungspolitisch vereinigten Köpenicker und Treptower Bezirksparlamentarier der Fraktionen von SPD, CDU, FDP und NPD und hielten damit Einheitsfront gegen einen Antrag der hiesigen BVV-Fraktion der Linken, die den sensiblen Bürgerseelen der Köpenick-Treptower einen Erinnerungsort an eine gewisse Steffi Spira zumuten wollten. Immerhin: Diese […]

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Die Augen bleiben jung

Sie sind die Architekten eines Films – und stehen doch selten im Rampenlicht des Erfolgs, wo Schauspieler und Regisseure auf roten Teppichen gefeiert werden: die Drehbuchautoren. Nur einige unter ihnen werden dem Publikum wirklich bekannt, nur wenige Namen zum Synonym für die große Filmkunst. Unter diesen wenigen der Zunft, denen das in der jüngeren Vergangenheit […]

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Reife Kirschen

In der Köpenicker Bahnhofstraße erinnert dagegen heute nichts mehr an den Schauspieler, der hier vor über 30 Jahren lebte. Im Mai 1925 wurde Günther Simon in Pankow, damals ebenso wie Köpenick gerade reichshauptstädtisch eingemeindet und beschaulicher Stadtrand Berlins, geboren. Seinen Eltern war es gelungen, die Unwägbarkeiten von Revolution und Inflation einigermaßen unbeschadet zu umkurven, was […]

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Ich konnte nicht anders

Der Schauspieler Edzard Haußmann (rechts Rolf Hoppe) „Ich habe weder Gott noch die Menschen beleidigt.“ Als er das sagte, hatte der Tod ihn bereits gepackt und Edzard Haußmann musste sich bereiten zum letzten Akt, seinen Schlussakt im großen Lebensschausspiel. Dies hatte verheißungsvoll 1935 begonnen. Die Musen standen zahlreich an der Wiege, möchte man meinen, als […]

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