Der Tod des Kurfürsten

Die Vorgeschichte Das Sagenbuch des Preußischen Staates gibt zu Protokoll: „Churfürst Joachim jagte einst in der Haide bei Köpenik, da kam ihm ein überaus großer wilder Keuler in den Weg, der Churfürst wollte ihn abfangen und stieß ihm sein Fangeisen in den Rachen. Da fuhr eine große Flamme dem Thiere...

Wir lieben Dich mehr als Berlin

Neulich beim Zappen durchs öde TV-Programm lief auf RBB ein DDR-Fernsehkrimi aus der Polizeiruf- Serie. Keine Ahnung, wer Opfer war und ob es Täter gab, aber plötzlich führte die Spur des ermittelnden Oberleutnant direkt auf die Bölschestraße der Achtziger. Mindestens eine halbe Minute lang war jener Spielzeugladen zu sehen, dessen...

Hier spielt die Musik

Nach einer beachtlichen internationalen Karriere sind Sie seit 2003 Professor für Gesang an der UdK Berlin. Bereits seit 1991 sind Sie Gründungsmitglied und Vorsitzender des Freundeskreises der Joseph-Schmidt-Musikschule Treptow-Köpenick. Was tut der Freundeskreis? Was ist sein Anspruch? Zum Einen kümmert sich der Verein um finanzielle Belange bzw. Engpässe der Musikschule. Wir...

Überraschung in Köpenick

Nach vehementen Protesten der Eltern, die deutlich über den von Bürgermeister Igel prognostizierten Zeitraum „von fünf bis sechs, allerhöchstens zehn Wochen“ hinaus gingen, und dank des Engagements von Stadtrat Hölmer, der seit letztem Sommer den erkrankten Stadtrat Simdorn vertritt, wurde die Einrichtung eines Runden Tisches möglich. Dort kam es trotz...

Das geheimnisvolle Grab

Dieses eingemeißelte Schach-Diagramm, wirklich ungewöhnlich! Wer in der Peter-Hille-Straße am Friedrichshagener Friedhof vorbei kommt, kann’s vom Gehweg aus sehen. Es zeigt eine seltene Stellung in der Spanischen Eröffnung. Erst sieben Züge sind gespielt, die Lage kompliziert, weil zwei weiße Figuren hängen. Hier ruht der Internationale Meister Günther Möhring (1936-2006) und mit...

maulbeerblatt ausgabe 61

Zeichen und Wunder

Ein alter Mann im fernen Rom kündigt, wie zuletzt ein Kollege vor 750 Jahren, seine Festanstellung auf Lebenszeit und läutet damit – so die Hoffnung vieler – ein neues Zeitalter des Aufbruchs ein. Und schon haben einige das Signal verstanden. Die katholischen Bischöfe erlauben in schlimmsten Fällen nun doch eine...

Nahweh…

Dabei haben es mir eigentlich die Bahnhöfe angetan, aber wenn ich schon mal in der Nähe bin, dann fahr ich auch mal bei Otto Lilienthal vorbei, den wir Taxler liebevoll TXL nennen. Hat man auch selten, dass die offizielle Bezeichnung wie ein Kosename klingt, mein Haustier heißt auch so. Den...

Anke Assig

Bloss keine Prinzessin!

Immer wieder Fasching Also das mit der Emanzipation hat schon mal geklappt. Hausarbeit betrachtet unsere Tochter gerade als unter ihrer Würde. Zwischen Küche und Esstisch liegen zwar nur ein paar Meter, aber die möge doch bitte der Papa zurücklegen, um den Tisch zu decken. Wie, das Mittagessen ist noch nicht fertig?...

Überforderung des Publikums

Wer seine monatlichen Beiträge liest weiß es längst, der Mann mit dem markanten Pferdeschwanz macht um sich selbst nur wenige Worte. Erst nach einigem Zögern lässt er sich entlocken, wo sein eigenes Selbstverständnis ihn verortet. Dereinst möge ihm der Nachruhm einen Platz zwischen Bach und Leonardo Da Vinci einräumen. Zuviel...

Von unterwegs

Hallo Matthias, ich weiß, dass heute Deadline ist. Unglücklicherweise konnte ich über das Wochenende keine Geschichte schreiben, weil ich in England bin, wo es andere Steckdosen gibt, so dass ich meinen Computer nicht aufladen konnte. Ja, du fragst dich jetzt sicherlich, wie ich unter diesen Umständen einen Auftritt machen konnte. Nun...

Die Schweineschule

Unser Treffen findet in einer Kneipe in Friedrichshagen statt, in die Karl-Heinz Appelmann eine Auswahl seiner verschiedenen illustrierten Bücher mitbringt. In diesem Gewusel von bunten, großen, kleinen, alten und neuen Büchern erzählt er mir aus seinem Leben. Einige der Bücher erkenne ich sofort aus meiner Kindheit wieder – und schon liege...

Hitler auf Wagner

Sequenzen des Missverstehens Es war der Abend des 30. Januar 1933. In Berlin war an diesem Tag Adolf Hitler zum Reichskanzler berufen worden und die SA marschierte, unheimlich mit tausenden Fackeln bewehrt, durch das Brandenburger Tor. Zur gleichen Zeit stand Robert von Scheidt auf der Bühne der Frankfurter Oper, „Die Meistersinger...

… Die Zukünftige suchen wir

Foto: Uwe Baumann Herr Höner, Sie sind Pfarrer. Warum? Weil ich an Gott glaube. Und weil ich das Gefühl habe, ich kann davon gut erzählen. Außerdem ist das Studium der Theologie so wunderbar breit gefächert. Wie lautet Ihre Bilanz nach einem Jahr in der evangelischen Kirchengemeinde in Friedrichshagen? Ich lebe und arbeite sehr gern...

maulbeerblatt ausgabe 60

Hauptstadt unter Null

Obwohl bei Temperaturen um den Gefrierpunkt an guten Tagen nur jede dritte S-Bahn fährt, bei der dann an guten Tagen nur jede dritte Tür defekt ist, haben wir unseren Winterschlaf pünktlich beendet und ein neues Maulbeerblatt an den Start gebracht. Mit dieser 60. Ausgabe begrüßen wir das neue Jahr und...

Und Tschüss!

Auf nach Afrika! Ein wundervolles Jahr lang werde ich dort zur Schule gehen. Ich freue mich wie verrückt. Nur schade, dass ich mich von euch verabschieden muss. Aber – Nayla kommt mit. Sie wird mir ihre Heimat zeigen. Ich werde Gorillas, Löwen, Elefanten und den Kilimandscharo sehen. Sie hat mir...

Tue Gutes und rede darüber!

Bildquelle: Stefanie Fiebrig Abseits der Spieltage ist es ruhig in der Hämmerlingstraße 88. Seitdem Fanshop und Geschäftsstelle umgezogen sind, wirkt das Gebäude fast wie eine Schule. Und streng genommen ist es das auch: Hier sind das Nachwuchsleistungszentrum und das Lernzentrum des 1.FC Union Berlin angesiedelt. Drin ist auch das Büro von...

Was hast du mir mitgebracht?

Kinder sind zauberhaft. Kinder sind eine Zumutung. Je älter sie werden, umso mutiger bieten sie ihren Eltern die Stirn. Es gibt Tage, da beginnt das Kind jeden Satz mit „Nein“. „Nein, das will ich nicht anziehen.“ „Nein, so was mag ich nicht essen.“ „Nein, ich will aber lieber Biene Maja...

Jenseits vom Tellerrand

Bildquelle: Sebastian Köpcke Dieses Bild wandelt sich. Siebentausend Studierende bevölkern heute den Campus der HTW. In den wiederbelebten Industriebauten finden Forscherdrang und Kreativität nahezu unbegrenzten Raum, um sich in jede Richtung zu entfalten. Katrin Hinz arbeitet seit 1995 in ihrem Fachbereich. Den Umzug der Hochschule an das Spreeufer hat sie in ihrer...

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