Mit dem Union-Bus über die Dörfer

Die Musik und der Fußball haben immer schon zusammen gehört. Für Roland Krispin gilt das auf besondere Weise. „Wir sind Union“ ist sein Liebeslied an seinen Fußballverein. Am Rand des Oderbruchs liegt die beschauliche Kleinstadt Oderberg. Roland Krispin hat hier seine Kindheit verbracht. Noch nie ist man von Oderberg besonders gut...

Wer hätte das gedacht…

Eigentlich ist der Werdegang von Bassisten relativ identisch. Man verliert beim Instrumente ausknobeln und bekommt den Job, den andere nicht wollen, spielt die Gitarre schlechter als die restlichen Freunde in der Band und muss an den Bass oder ordnet sich der Präpotenz eines John Lennon unter. Dann spielt man im Studio...

Auf Spurensuche

Es gibt ein Foto, da hebt Russen-Präsident Wladimir Putin (61) die Augenbrauen, schaut leicht zweifelnd, aber interessiert, während Weltschach-Chef Kirsan Ilyumschinow (52) auf ihn einquatscht. In diesem Moment fällt eine der schachpolitisch wichtigsten Entscheidungen des Jahres. Im November soll Weltmeister Magnus Carlsen (23) seinen Titel in Sotschi verteidigen, der Winterolympiade-Stadt....

Joggen am Müggelsee

Über alle Müggelberge

„Wir sehen uns an der Startlinie und mit etwas Glück auch im Ziel“ lese ich als aktuelle Motivationsmeldung auf der Homepage des Trail Run. Mir rutscht das Herz in die Hose. Ich möchte mit dem Kopf auf die Tastatur einhacken. Was bin ich bekloppt! Ich gucke mich verstohlen im Büro um...

Vom Maulbeerblatt

Einst ging ich Maulbeeren kauend durch das verträumte Friedrichshagen, als plötzlich ein bärtiger Mann aus dem Nichts in meinen Weg sprang. Seine Augen blitzten diabolisch und wild rankten die Bartlöckchen um sein Gesicht. Zwitschernde Vögel nisteten behaglich darin. Ich warf den Vögeln erschrocken eine Maulbeere in den Bart und dann...

Mr. Jazz in Town

Als Sohn einer Krankenschwester und eines Ingenieurs wird Wolfgang Pinzl in Bad Liebenstein geboren. Der Vater, der ein Büro in Warschau leitete, nimmt die Familie für fünf Jahre mit in die polnische Hauptstadt. Pinzl junior geht dort zur Schule.Mit 14 Jahren entdeckt er dabei seine Liebe zum Jazz: Während der...

Abenteuer aus dem Müggelwald

Die gemeine heimische Ameise ist nicht der größte Sympathieträger. Auch wenn sie ein fleißiges Tierchen ist, bleibt sie doch in der Hauptsache ein hinterhältig unauffälliges Rudeltier. „Die pullern mich immer an und dann kneift es“ ist die Beschwerde, wenn Kinder an Ameisen denken. Peggy Villwock sitzt derzeit fast täglich zwischen Kindergedanken,...

Steak oder Stachelbeere?

Beim Anblick von Spielbuden gerät meine Souveränität jedoch regelmäßig ins Wanken. Mein inneres achtjähriges Ich ergreift zunächst die Initiative und bald darauf schon Dartpfeile, um Karten an einer Wand zu treffen, Ringe, um sie auf Stangen zu werfen und Bälle, um damit eine Dosenpyramide umzuhauen. Für gewöhnlich gewinne ich, vom Trostpreis...

Opferrollen

Gesucht wird Frank Schmökel im Oktober des Jahres 2000 bundesweit und mit Hochdruck. Die Beamten der Polizei wissen, dass sie einen der gefährlichsten Gewaltverbrecher jagen, einen den sie schon mehrfach hinter Schloss und Riegel brachten, dem es aber immer wieder gelang, Gittern und Mauern auf verschiedene Art und Weise hinter...

Fußballfieber im Köpenicker Open Air Wohnzimmer

Man darf es ruhig ganz klar sagen: in Berlin und vielleicht auch rund um den Globus dreht sich gerade alles um Fußball. Die Weltmeisterschaft in Brasilien hält so manchen vielleicht vom schlafen ab, aber so what? Fußball-Weltmeisterschaften sind schließlich nur alle vier Jahre. Berlin zwingt einen dieser Tage geradezu, sich...

Leserbrief zum Artikel „Ein Pfarrer auf dem Kriegspfad“

Ansonsten „Ein normales Verhältnis zur Welt kann Deutschland nur haben, wenn es gegen den Rest der Welt Krieg führt! (Zitat v. Schell) Wie hübsch, wie einfach. Die moralisierende Keule der Linken unterbindet sofort jedes Nachdenken. Wir sind die Guten! Basta! Dabei wäre es so fruchtbar, auch für die gesellschaftliche Diskussion,...

Pfarrer Gauck auf dem Kriegspfad

Ein Pfarrer auf dem Kriegspfad

Unser Oberhäuptling gräbt das Kriegsbeil aus. Schon im Januar hat er bei der Münchner Sicherheitskonferenz mehr Verantwortung gefordert, wie es so schön heißt, wenn es um Militäreinsätze geht. Vorarbeit hatte Außenminister Frank-Walter Steinmeier geleistet, als er darüber sinnierte, dass die „Kultur der Zurückhaltung“ keine „Philosophie des Heraushaltens“ sein dürfe....

maulbeerblatt ausgabe 75

Ein Juliläum

Sehr treue Leser werden mitgezählt und sehr aufmerksame Leser es dem Titelblatt entnommen haben, diese dürfen jetzt kurz ausruhen und brauchen die im Folgenden Erwähnung findende Zahl nicht zu beachten. Alle anderen bitte kurz die Augen gewischt und hergeschaut: 75! Wir feiern 75 Jahre Maulbeerblatt! Aber erst in ein paar Jahrzehnten....

Es war lärm, ich Stand mittendrin, es war fantastisch!

Foto: Stefanie Fiebrig Um das Tipp-Kick-Spiel auf dem Regal ist eine Alte Försterei aus Papier gebastelt. Union spielt gegen Hertha, für immer. Eine Kaffeemaschine zischt und brodelt, auf der Tasse darunter steht: Maschinenraum. Die Abteilung Multimedia hat hier ihr Zuhause gefunden, Hannes Teubner seine Bestimmung. Und was so schön nach spielen aussieht,...

Up the Irons

Hätte, hätte Fahrradkette...Vielleicht wäre England ein 2. mal Weltmeister geworden, hätte man auf Talente wie Stephen Percival Harris setzen können. Ist aber nicht! „Steve“ Harris, ein talentierter Knabe im Jugendkader des englischen Erstligisten West-Ham United entschied sich, einen anderen Weg zu gehen. Als Teenager begeisterte er sich für Rockmusik, träumte...

Kielschwein Pepe (Mehrfacher Rudermeister)

Klein aber laut

Mit zwölf Jahren holte man ihn schließlich doch ins Boot, zwei Jahre jünger als das Mindestalter es verlangte. Er lernte zu rudern, doch schnell setzte man ihn an die Spitze, er war klein, leicht und helle: die idealen Voraussetzungen für einen Steuermann.Er schloss eine Orthopädie-Schuhmeister-Lehre ab und verbrachte auch nach...

Schach = Sport = Geld

Hässlich und bürokratisch klingt’s. Vor allem aber kostet’s dem Schach viel Geld. Beim Spiel fehle es an der „sportspezifischen eigenmotorischen Bewegung“, urteilte das Bundesinnenministerium vor kurzem und strich es kurzerhand von der Sport-Förderliste. Jahrzehntelang stand der Schachbund darauf, jetzt sind jährlich 130 000 Euro futsch und entsprechend schockiert die Funktionäre....

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